Mittwoch, 12. März 2008

So nahe war ich Christus noch nie!

Nachdem ich mir in der ersten Woche einen kleinen Überblick von Rio de Janeiro verschafft habe, nehme ich mir für die zweite Woche die Highlights dieser tollen Stadt vor. Und womit sollte man beginnen? Natürlich mit Christu Redentor auf dem Corcovado. Zu deutsch: Die überdimensionale Christusstatue auf dem „Bucklingen“. Doch bevor ich meine Unternehmung begann, musste ich noch zur Copacabana Geld wechseln. (Dort ist der Kurs ein wenig besser). Wieder auf dem Rückweg von der Wechselstube stieg ich wohl in den richtigen Bus bezüglich der Fahrtrichtung, jedoch in den falschen bezüglich der Haltestellen. Denn als ich mich zum Aussteigen bereit machte und an der notwendigen Schnur zog, blieb dieser verdammt Bus nicht stehen. Und zwar so lange nicht bis ich in einem völlig anderen Bezirk ankam. Der Franzose würde jetzt wahrscheinlich „Cést la vie“, ich sag´ einfach nur „Scheiße“! Nun gut, ich hatte mich dann rasch mit der Situation abgefunden und bin dann bei 35°C heim marschiert.

Zuhause hatte ich mich dann umgezogen, denn in verschwitzter Kluft kann ich nicht. Wieder außer Haus ging es zum Largo de Manchado, von wo aus der Bus Richtung Corcovadoo abfuhr. Laut Reiseführer sollte gleich in der Nähe der Endstelle des Busses die Zahnradbahn zur Christusstatue abfahren. Nach einer halben Stunde bergauf stand ich dann zwischen einem Urwald und einer Favela. In diesem Moment merkte ich relativ rasch, dass ich falsch bin. Wieder den ganzen Weg retour fragte ich einen Busfahrer nach dem Weg. Sinnlos – er verstand mich nicht bzw. ich ihn nicht. Mein nächster Versuch bei einem Taxifahrer hörte sich viel versprechend an. Der Beschreibung folgend bin ich aber wieder in einem Gebiet gelandet, welches der allgemeine Tourist nicht zu sehen bekommt. Doch wie sagt man so schön: „No risk – no fun“! Anscheinend hatte unser lieber Gott dann doch Mitleid mit mir, denn als ich in diesem heruntergekommenen Viertel ein Fräulein nach dem Weg fragte, war die soooo nett, dass Sie mich mit ihrer Karre zur Zahnradbahn brachte. JUHUUU!!!!

Jetzt konnte ich mein Abenteuer fortsetzen. Die Bahn braucht ca. 20 min. hinauf, wobei man durch schon vorher erwähnten Urwald fährt. Wirklich entzückend! Nicht nur das man sich an der gigantischen Flora erfreuen kann (Orchideen, Zitrusfrüchte oder Kaffeesträucher), gibt es einen Abschnitt wo entlang der Strecke 10-12 Heilige (ca. zwei Meter groß) postiert sind und ein wenig später einen genialen Landschaftsblick genießen kann. Oben angekommen ist die Aussicht einfach grandios. Von hier oben bekommt man einen ersten Eindruck wie groß diese Metropole ist. Nach ca. 70 Fotos bzw. zwei Stunden später machte ich mich auf den Weg zurück. WOW!

Am Abend gab es dann noch eine kleine Überraschung: Es hat das erste Mal geregnet und zwar in Form eines Gewitters. Das es vorher extrem Schwül war, brauch´ ich wohl nicht zu erwähnen. Man darf sich aber das nicht so wie bei uns vorstellen. Denn, wenn es hier einmal regnet dann ordentlich. Ich genoss dieses Naturspektakel. Nach der obligatorischen Gelsenjagd schlief ich irgendwann zufrieden ein. Meine nächsten Ziele werden der Zuckerhut bei Abenddämmerung, das Museum der modernen Kunst, das Maracana-Stadion und Santa Teresa und die alte Straßenbahn sein.

Also dann meine Lieben – Bis bald!

Tommi – The Alaskaboy in Rio de Janeiro!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hello Tommiboy!!
Have LOTS of fun, do what you have to do:), continue sending us great pics and stories and don't burn your brain out:)
you could also find some good promoter in brasil - so we can come too:)
greets to Alex (I believe you're in good hands:)
Hugs from Oz and Helena

Anonym hat gesagt…

Hey Thomy!

Das sind ja gigantische Eindrücke. Man könnte meinen man ist gerade selber dort. Hoffentlich hast Du bei Christus auch für uns noch ein gutes Wort eingelegt!! Und das mit den Fröschen ist auch voll witzig, aber ich tät sie nicht nur abschlecken sondern gleich essen, weil sie für die Verdauung auch noch gut wären;)
So have a nice week and many kisses
Deine Nati